Warum barrierefreie E-Mails wichtig sind
Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, das am 28. Juni 2025 in Kraft tritt, kommen auch klare Anforderungen an E-Mails und Newsletter. Wer künftig nicht auch im Newsletter barrierefrei kommuniziert, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern auch das Vertrauen seiner Kundschaft.
Gerade im E-Commerce ist das Thema hochrelevant: werbliche E-Mails sind ein zentraler Berührungspunkt mit potenziellen Käuferinnen und Käufern – oft sogar der erste. Werden Inhalte hier nicht von allen Menschen verstanden oder technisch erreicht, bleibt Umsatzpotenzial ungenutzt.
Barrierefreie E-Mails sind deshalb weit mehr als eine rechtliche Pflicht. Sie verbessern das Nutzererlebnis, stärken das Markenimage und machen Ihre Kommunikation für deutlich mehr Menschen zugänglich.
In diesem Blogbeitrag zeigen wir, was barrierefreies Design ausmacht und wie Sie es in Ihren E-Mails umsetzen. Lesen Sie weiter und machen Sie inklusive Kommunikation zu Ihrem Wettbewerbsvorteil!
Die drei Säulen der Barrierefreiheit
Barrierefreiheit – und damit auch barrierefreies E-Mail Marketing – lässt sich in drei zentrale Bereiche einteilen: die technische Umsetzung, die visuelle Gestaltung und die inhaltliche Verständlichkeit. Diese drei Säulen sind entscheidend, damit Ihre E-Mails von möglichst vielen Menschen gelesen, verstanden und genutzt werden können – unabhängig von individuellen Einschränkungen oder technischen Voraussetzungen.
Im Folgenden zeigen wir, worauf es in jedem dieser Bereiche ankommt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen und wie Sie Ihre Newsletter Schritt für Schritt barrierefrei gestalten.
Körperliche Barrierefreiheit
Körperliche Barrierefreiheit stellt sicher, dass Ihre E-Mails auch von Menschen mit körperlichen Einschränkungen genutzt werden können – z. B. von Personen mit eingeschränktem Sehvermögen oder motorischen Beeinträchtigungen. Damit das gelingt, sollten folgende Punkte beachtet werden:
- Screenreader-Kompatibilität: Inhalte müssen so strukturiert sein, dass sie von Screenreadern korrekt vorgelesen werden können.
- Tastaturbedienung: Alle Funktionen der E-Mail sollten vollständig per Tastatur steuerbar sein – ohne Maus.
- Visuelle Lesbarkeit: Damit Inhalte auch bei eingeschränkter Sehkraft erfassbar bleiben, sind Gestaltungsregeln wie eine gut lesbare Schriftart und ein angenehmer Zeilenabstand wichtig.
Diese Grundlagen bilden die Basis dafür, dass Ihre Newsletter für alle Menschen zugänglich und nutzbar sind – unabhängig von individuellen Fähigkeiten oder Hilfsmitteln.
Technische Barrierefreiheit
Technische Barrierefreiheit bedeutet, dass Ihre E-Mails auf allen Geräten und in allen E-Mail-Programmen zuverlässig funktionieren – ganz gleich, ob auf dem Smartphone, dem Tablet oder dem Desktop-PC. Auch assistive Technologien müssen die Inhalte technisch korrekt interpretieren können.
Wichtige Anforderungen dabei sind:
- Responsives Design: E-Mails müssen sich flexibel an unterschiedliche Bildschirmgrößen anpassen.
- Saubere HTML- und CSS-Struktur: Eine klare Trennung von Struktur und Gestaltung ist essenziell. Achten Sie auf:
- HTML für den inhaltlichen Aufbau (Überschriften, Absätze, Listen)
- CSS für das Design (Farben, Abstände, Schriften)
- kompatiblen Code, der in allen gängigen Clients korrekt dargestellt wird
- Technische Zugänglichkeit für alle Nutzergruppen: Verzichten Sie auf komplexe JavaScript-Funktionen und halten Sie die Ladezeit durch optimierte Dateigrößen niedrig.
Technische Barrierefreiheit ist die Grundlage dafür, dass Ihre E-Mails nicht nur gut aussehen, sondern auch zuverlässig nutzbar sind – unabhängig von Gerät, Software oder individuellen Bedürfnissen.
Inhaltliche Barrierefreiheit
Inhaltliche Barrierefreiheit sorgt dafür, dass Ihre E-Mails auch inhaltlich von möglichst vielen Menschen verstanden werden – möglichst unabhängig von Sprachkenntnissen, Bildungshintergrund oder kognitiven Einschränkungen.
Dabei kommt es auf eine klare, nachvollziehbare Sprache und eine logische Struktur an:
- Einfache Sprache: Inhalte sollten leicht zu erfassen sein, auch für Menschen mit geringerer Lesekompetenz oder für Nicht-Muttersprachler.
- Klare Struktur: Ein gut strukturierter Aufbau mit einem nachvollziehbaren roten Faden hilft beim Verständnis und sorgt für bessere Orientierung.
- Verständliche Links und Buttons: Verlinkungen sollten auch ohne Kontext erkennbar und aussagekräftig formuliert sein.
- Keine rein visuelle Kommunikation: Farben, Symbole oder Bilder dürfen nie alleinige Informationsträger sein, sondern sollten nur den Text ergänzen.
So stellen Sie sicher, dass Ihre Inhalte im Newsletter barrierefrei sind und wirklich bei allen ankommen – unabhängig von Leseverständnis, Sprachkenntnissen oder Wahrnehmungsfähigkeit.
Gesetzliche Vorgaben: Was ab 2025 gilt
Ab dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) – und betrifft auch den Versand von Newslettern und transaktionalen E-Mails. Wer digitale Inhalte nicht barrierefrei gestaltet, riskiert Bußgelder von bis zu 100.000 €.
Betroffen sind alle Unternehmen, die digitale Dienstleistungen anbieten – mit Ausnahme von Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitenden und unter 2 Mio. € Jahresumsatz.
Grundlage für die Umsetzung sind die WCAG 2.2-Richtlinien. Sie definieren klare Anforderungen an Struktur, Design, Sprache, Kontrastverhältnisse und Bedienbarkeit.
Was genau auf Sie zukommt, welche Inhalte betroffen sind und wie Sie Ihren Onlineshop vorbereiten können, erfahren Sie in unserem ausführlichen Beitrag zu diesem Thema: 👉 Barrierefreiheitsstärkungsgesetz 2025 – Was Onlinehändler jetzt wissen müssen
Design und Technik: So sehen Newsletter Barrierefrei aus
Ein barrierefreier Newsletter beginnt mit einem klaren, technisch durchdachten Layout. Ziel ist es, Inhalte so aufzubauen, dass sie leicht erfassbar, visuell zugänglich und technisch kompatibel sind – auf jedem Gerät und für jede Nutzerin und jeden Nutzer.
Wichtige Gestaltungsgrundlagen sind:
- Einspaltiges Layout:
Halten Sie Ihre E-Mails linear. Ideal sind 600 bis 650 Pixel Breite. So bleibt der Inhalt auch auf mobilen Geräten gut lesbar, ohne dass horizontal gescrollt werden muss. - Struktur durch HTML-Elemente:
Nutzen Sie semantische HTML-Tags wie <h1>, <ul>, <p> oder <table>, um eine nachvollziehbare Gliederung zu schaffen. Das hilft Screenreadern und sorgt für konsistente Darstellung in verschiedenen Clients. - Gut lesbare Schrift:
Verwenden Sie serifenlose Schriftarten wie Arial oder Verdana in einer Mindestgröße von 15 px. Ergänzt durch einen Zeilenabstand von ca. 130–140 % wird der Text deutlich leichter erfassbar. - Ausreichender Farbkontrast:
Achten Sie auf ein Kontrastverhältnis von mindestens 4.5:1 zwischen Text und Hintergrund. Vermeiden Sie es, Informationen ausschließlich über Farben zu kommunizieren – ergänzen Sie Farben immer durch Text oder Symbole. - Verzicht auf schnelle Effekte:
Blinkende oder stark animierte Inhalte können irritierend oder sogar gesundheitlich problematisch sein. Setzen Sie Animationen bewusst und dezent ein – oder verzichten Sie ganz darauf.
Barrierefreies Design bedeutet nicht, auf Kreativität zu verzichten – sondern gezielt zu gestalten, damit Ihre Botschaft wirklich alle erreicht. Gestalten Sie Ihre Newsletter barrierefrei und trotzdem kreativ und persönlich!
Inhalte richtig gestalten: Sprache, Struktur, Verständlichkeit
Barrierefreie Inhalte zeichnen sich durch Klarheit, Struktur und Verständlichkeit aus. Besonders im E-Mail-Marketing ist es entscheidend, dass Leserinnen und Leser sofort erfassen, worum es geht – ohne lange suchen oder interpretieren zu müssen.
Achten Sie dabei auf folgende Prinzipien:
- Leichte, klare Sprache:
Schreiben Sie kurze, einfache Sätze. Verwenden Sie aktive Formulierungen und verzichten Sie auf Schachtelsätze oder unnötige Fachbegriffe. Wenn Sie doch einmal Fachbegriffe nutzen, erklären Sie sie direkt im Text. - Strukturierter Aufbau:
Gliedern Sie Ihre Inhalte übersichtlich – mit Absätzen, Zwischenüberschriften und Bulletpoints. Das erleichtert das schnelle Erfassen der zentralen Informationen. - Zentrale Aussage früh platzieren:
Nennen Sie das Wichtigste gleich zu Beginn. So verstehen Leserinnen und Leser schon in den ersten Zeilen, worum es geht – auch wenn sie nur querlesen. - Roter Faden im Text:
Gestalten Sie Ihre E-Mails mit klarer Gliederung: Einleitung, Hauptteil und Schluss sorgen für Orientierung und helfen beim Verständnis. - Visuelle Inhalte begleiten:
Ergänzen Sie Bilder mit beschreibenden Alt-Texten oder einem kurzen erklärenden Fließtext. So bleiben die Inhalte auch für Screenreader-Nutzer oder Menschen mit Sehbehinderung nachvollziehbar.
Gut verständliche Inhalte machen Ihre Newsletter nicht nur barrierefrei – sie kommen auch besser an. Klare Kommunikation steigert Ihre Leserate und schafft Vertrauen.
Typische Fehler – und wie Sie sie vermeiden. Praktische Beispiele aus dem Newsletter-Alltag
Selbst mit viel Sorgfalt können bei der Umsetzung barrierefreier E-Mails schnell kleine Fehler passieren – oft unbemerkt, aber mit großer Wirkung für einen Teil Ihrer Empfänger. Die gute Nachricht: Viele dieser Hürden lassen sich mit wenigen, gezielten Anpassungen vermeiden.
In diesem Abschnitt zeigen wir Ihnen häufige Stolperfallen anhand von anschaulichen Beispielen aus der Praxis – und vor allem, wie Sie diese konkret und nachhaltig vermeiden. Gestalten Sie Ihre Kommunikation inklusiver und wirksamer!
Verstoß gegen körperliche Barrierefreiheit
Fehlende Struktur im Code
Ein häufiger Fehler in Newslettern: Statt HTML-Überschriften werden einfach nur größere oder fett formatierte Textelemente verwendet, um Abschnitte zu gliedern. Für Menschen ohne Einschränkungen mag das visuell funktionieren – für Screenreader-Nutzer bleibt die Struktur jedoch verborgen. Sie erhalten dann nur eine Textwand ohne Orientierungspunkte.
✅ Lösung: Arbeiten Sie konsequent mit semantisch korrekten HTML-Tags wie <h1>, <h2> oder <h3>. Diese sorgen dafür, dass die Inhalte maschinenlesbar gegliedert sind. Eine klare, hierarchische Struktur hilft nicht nur assistiven Technologien, sondern auch sehenden Leserinnen und Lesern, schneller zu erfassen, worum es geht – besonders bei längeren Newslettern, die barrierefrei sein sollen.
Unsichtbare Bilder – wenn der Alt-Text fehlt
Grafiken ohne Alternativtext bleiben für Screenreader-Nutzer:innen schlicht unsichtbar. Es fehlt jede Information darüber, was dargestellt wird – das Bild existiert technisch, aber nicht inhaltlich. Auch ein inhaltsloser Alt-Text wie alt=”image” ist kaum hilfreicher: Er beschreibt weder Inhalt noch Funktion und führt zu einem unverständlichen Nutzererlebnis.
✅ Lösung: Verwenden Sie präzise und sinnvolle Alt-Texte, die den Informationsgehalt oder die Funktion des Bildes beschreiben. So stellen Sie sicher, dass alle Empfänger die gleichen Inhalte wahrnehmen können – unabhängig davon, ob sie das Bild sehen können oder nicht.
Aber Achtung: Grafik ist nicht gleich grafisches Element. Während Grafiken wie Bilder, Diagramme und Zeichnungen unbedingt mit Alt-Texten versehen werden sollten, verhält es sich bei grafischen Elementen umgekehrt. Grafische Elemente wie zum Beispiel Trennlinien benötigen keinen Alt-Text, da sie nur so von Screenreadern als Strukturelemente wahrgenommen werden können.
„Hier klicken“-Buttons helfen nicht
Ein Button mit der Aufschrift „Hier klicken“ wirkt auf den ersten Blick funktional, ist aber aus barrierefreier Sicht problematisch. Der Text ist nicht beschreibend und gibt Screenreader-Nutzer:innen keinerlei Hinweis darauf, wohin der Link führt oder was sie erwartet. Die Orientierung geht verloren – besonders, wenn mehrere solcher Buttons in einer E-Mail erscheinen.
✅ Lösung: Verwenden Sie sprechende, präzise Link- und Buttontexte, die den Zweck deutlich machen. Statt „Hier klicken“ etwa: „Zu unseren Blogbeiträgen“ oder „Jetzt Newsletter abonnieren“. So profitieren alle Nutzer – mit oder ohne Hilfsmittel – von klarer Navigation und besserer Verständlichkeit.
Wenn wichtige Infos im Bild oder in PDF verschwinden
Wird Text mit relevanten Inhalten ausschließlich in Grafiken oder Bildern platziert, bleibt er für viele Nutzer unsichtbar – insbesondere für Screenreader. Diese Programme können Bilder nicht „lesen“ und übersehen dadurch zentrale Informationen. Auch bei langsamen Verbindungen oder deaktivierter Bildanzeige geht der Inhalt verloren.
Vermeiden Sie außerdem PDF-Anhänge für zentrale Informationen. PDFs sind oft nicht barrierefrei, da sie keine semantische Struktur (z. B. Überschriften, Listen, Alt-Texte) enthalten und von Screenreadern schwer erfasst werden können. Zudem sind sie meist nicht responsiv – auf mobilen Geräten ist Zoomen und Scrollen nötig, was die Nutzbarkeit stark einschränkt.
✅ Lösung: Stellen Sie alle wichtigen Informationen immer als echten, maschinenlesbaren HTML-Text zur Verfügung. Bilder und PDFs können diesen Text visuell unterstützen, sollten ihn aber nicht ersetzen. So bleibt Ihre Nachricht für alle zugänglich – unabhängig vom Endgerät oder der genutzten Technologie.
Nur Farbe reicht nicht
Wenn Informationen ausschließlich über Farben vermittelt werden – etwa „Rot = falsch, Grün = richtig“ – führt das schnell zu Verständlichkeitsproblemen. Für Menschen mit Farbsehschwächen oder eingeschränktem Sehvermögen ist diese Art der Darstellung nicht zugänglich. Die Aussage bleibt unklar oder geht sogar völlig verloren.
✅ Lösung: Kombinieren Sie Farben immer mit zusätzlichem Text oder eindeutigen Symbolen – zum Beispiel „✓ Vorteil“ oder „✗ Nachteil“. So schaffen Sie Klarheit für alle, unabhängig von der Farbwahrnehmung.
Unleserliche Schrift? Ein vermeidbares Zugänglichkeitsproblem
Unleserliche Schriftarten, zu kleine Schriftgrößen oder ein zu enger Zeilenabstand erschweren das Lesen erheblich – besonders für Menschen mit Sehbehinderung, Leseschwierigkeiten oder kognitiven Einschränkungen. Inhalte, die eigentlich gut gemeint sind, werden so schnell zur Barriere.
✅ Lösung: Verwenden Sie gut lesbare, serifenlose Schriftarten wie Arial oder Verdana. Achten Sie auf eine Mindestschriftgröße von 15 px und setzen Sie ausreichend Zeilenabstand – idealerweise mindestens den 1,4-fachen der Schriftgröße. Diese Maßnahmen verbessern die Lesbarkeit für alle – und steigern ganz nebenbei auch die Gesamtwirkung Ihrer E-Mail.
Verstoß gegen technische Barrierefreiheit
Kein responsives Design
Wenn E-Mails auf mobilen Geräten nur mit mühsamem Zoomen oder horizontalem Scrollen lesbar sind, führt das schnell zu Frust. Besonders Nutzer mit kleinen Bildschirmen oder assistiven Technologien stoßen hier auf unnötige Hürden. Inhalte werden schlecht dargestellt, die Navigation wird erschwert und wichtige Informationen können verloren gehen.
✅ Lösung: Verwenden Sie ein responsives, mobiloptimiertes E-Mail-Design mit einer maximalen Breite von 650 px und flexiblen Layout-Elementen. Ideal ist ein Mobile-First-Ansatz: So stellen Sie sicher, dass Ihre Inhalte auf allen Geräten – vom Smartphone bis zum Desktop – gut zugänglich und angenehm lesbar bleiben.
Kaum sichtbar – wenn der Kontrast zu schwach ist
Hellgraue Schrift auf weißem Hintergrund mag dezent wirken – ist aber aus barrierefreier Sicht ein echtes Problem. Menschen mit Sehschwäche, Farbenblindheit oder auch einfach bei ungünstigen Lichtverhältnissen können den Text oft kaum lesen. Doch nicht nur sie: Auch für Nutzer ohne Einschränkungen wird die Lesbarkeit unnötig erschwert.
Vermeiden Sie auch Text auf Farbverläufen, da es schwierig bis unmöglich ist, an jeder Stelle ausreichend Kontrast zwischen Text und Hintergrund zu ermöglichen.
✅ Lösung: Achten Sie auf ein ausreichendes Kontrastverhältnis von mindestens 4.5:1 bei normalem Fließtext. So stellen Sie sicher, dass Ihre Inhalte klar erkennbar bleiben.
Tastatursteuerung nicht möglich
Wenn interaktive Elemente wie Slider oder Dropdown-Menüs ausschließlich mit der Maus bedienbar sind, schließen Sie automatisch alle Nutzer aus, die auf die Tastatur oder andere Eingabehilfen angewiesen sind.
✅ Lösung: Stellen Sie sicher, dass alle Funktionen auch per Tastatur bedienbar sind – etwa mit Tabulator- und Enter-Taste. So wird Ihre E-Mail auch für Empfänger mit Assistenztechnologien vollständig zugänglich und nutzbar.
Verstoß gegen inhaltliche Barrierefreiheit
Komplizierte Sprache wird schnell zur Hürde
Lange Sätze, verschachtelte Formulierungen und viele Fachbegriffe erschweren das Textverständnis – insbesondere für Menschen mit geringer Lesekompetenz, kognitiven Einschränkungen oder einer anderen Muttersprache als Deutsch. Inhalte, die eigentlich informieren oder überzeugen sollen, gehen so leicht verloren oder wirken abschreckend.
✅ Lösung: Verwenden Sie einfache, gut verständliche Sprache: kurze, aktive Sätze, klar gegliederte Absätze und eindeutige Aussagen. Fachbegriffe sollten nur eingesetzt werden, wenn sie wirklich notwendig sind – und dann erklärt werden. So stellen Sie sicher, dass Ihre Inhalte für möglichst viele Menschen zugänglich und verständlich sind.
Vermeiden Sie Textblöcke ohne Absätze
Lange, unstrukturierte Textblöcke überfordern viele Leser. Ohne Absätze, Einleitungen oder Zwischenüberschriften fällt es schwer, den Inhalt zu verstehen – besonders für Menschen mit Leseschwierigkeiten oder Konzentrationsproblemen. Die Folge: Die E-Mail wird nur überflogen oder gar nicht erst gelesen.
✅ Lösung: Gliedern Sie Ihre Texte klar und übersichtlich. Nutzen Sie Absätze, Zwischenüberschriften, Bulletpoints und kurze Zusammenfassungen. Heben Sie zentrale Aussagen deutlich hervor. So wird Ihre Botschaft schneller erfasst.
Kein roter Faden – wenn Struktur und Ziel fehlen
Fehlt einer E-Mail ein nachvollziehbarer Aufbau, wirkt sie schnell unübersichtlich und beliebig. Besonders Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder geringer Leseerfahrung finden sich dann nur schwer zurecht – oder verstehen den Zweck der Nachricht gar nicht.
✅ Lösung: Strukturieren Sie Ihre Inhalte klar und nachvollziehbar – mit Einleitung, Hauptteil und Fazit. Setzen Sie sinnvolle Überschriften, gezielte Hervorhebungen und platzieren Sie die zentrale Aussage möglichst früh im Text. So helfen Sie Ihren Empfängern, den Inhalt schneller zu erfassen – und die Botschaft im richtigen Zusammenhang einzuordnen.
Vermeiden Sie diese häufigen Fehler und schaffen Sie nicht nur rechtliche Sicherheit – sondern vor allem eine bessere Nutzererfahrung für alle. Ihre E-Mails werden klarer, verständlicher und erreichen eine größere Zielgruppe. Das zahlt sich aus: in mehr Interaktion und langfristig auch in besseren Öffnungs- und Klickraten.
Barrierefreiheit als Erfolgsfaktor im E-Mail-Marketing
Barrierefreiheit ist keine rein gesetzliche Auflage, sie ist ein starkes Qualitätsmerkmal Ihrer digitalen Kommunikation. Wer E-Mails so gestaltet, dass sie für alle Menschen zugänglich sind, zeigt Wertschätzung, Professionalität und Weitblick.
Zugleich erfüllen Sie nicht nur die gesetzlichen Anforderungen ab 2025, sondern verbessern ganz konkret die Nutzererfahrung: klare Inhalte, gut lesbare Gestaltung und verständliche Sprache erhöhen die Interaktionsrate und stärken das Vertrauen in Ihre Marke.
Barrierefreie Newsletter sind somit kein Mehraufwand, sondern eine nachhaltige Investition in Reichweite, Image und Kundenzufriedenheit.
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