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Corona: Tipps für Onlinehändler
18-03-2020 11:15
von Jasmin Wilde
Stationärer Handel
© Unsplash

Corona: Fundierte Tipps für Onlinehändler

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Die aktuelle Situation wirkt sich stark auf den Einzelhandel aus. Aufgrund von Lieferengpässen und hoher Nachfrage nach bestimmten Produkten, bleiben im stationären Handel teilweise die Regale leer. Und obwohl der Onlinehandel boomt wie nie zuvor, kommt es auch hier durch das hohe Bestellaufkommen zu verlängerten Lieferzeiten sowie zu Lieferschwierigkeiten wegen unterbrochener Lieferketten. 

In diesem Blogbeitrag geben wir Ihnen einige fundierte Tipps an die Hand, wie Sie bei drohendem Lieferverzug reagieren sollten und wie Sie Ihr E-Business trotz der aktuellen Herausforderungen souverän durch diese unruhige Zeit manövrieren können.

Lieferengpässe: Was sind die Rechtsfolgen?

Insbesondere Händler, die ihre Waren aus China beziehen, sind momentan massiv von Lieferengpässen betroffen. So müssen beispielsweise Fashion-Händler mit durchschnittlich 20 Tagen Verspätung bei Waren aus Asien rechnen. Dabei werden für die Sommermonate gar Verspätungen von bis zu 50 Tagen prognostiziert (Quelle: Setlog.com). Doch nicht nur die Fashionbranche leidet unter dem Coronavirus. Aufgrund des Personal- und Rohstoffmangels, aber auch durch massive Hamsterkäufe diverser Artikel haben derzeit viele Branchen mit Lieferengpässen zu kämpfen.

Zusätzlich nimmt der Onlinehandel stark zu, da viele Menschen weltweit aufgrund von Ausgangssperren ihre Häuser nicht verlassen dürfen oder lieber zu Hause bleiben möchten, um sich der Ansteckungsgefahr nicht auszusetzen.

Wie können Onlinehändler also ihre Lieferzeitangaben aufgrund des Lieferverzugs durch das Coronavirus korrekt darstellen, wenn Artikel nicht verfügbar sind und wenn die Beschaffungszeit nicht bestimmbar ist?

Die Stornierung des Kaufvertrages ist von Händlerseite grundsätzlich nicht möglich. Dennoch kann der Kaufvertrag vom Händler gelöst werden. Dies ist in folgenden Fällen möglich:
 
a) die Beschaffung der Ware stellt für den Händler eine subjektive Unmöglichkeit dar.
b) der Aufwand, die Ware zu beschaffen wäre unverhältnismäßig hoch.*

 

Wichtig ist hier zu wissen, dass darüber hinausgehender Schadenersatz vom Kunden auch geltend gemacht werden kann, wenn der Lieferverzug absehbar war - was ja momentan der Fall ist. Unter diesem Schadenersatz versteht man „Folgeschäden“, die dem Kunden durch den Lieferverzug entstehen.* Wir empfehlen daher, nicht verfügbare Waren zeitweise aus dem Sortiment zu nehmen bzw. aus Ihrem Onlineshop auszublenden.

Quelle: IT-Recht Kanzlei

Coronavirus

4 Tipps für Ihr E-Business während der Corona-Zeit

Tipp 1:

Ruhe bewahren und keine vorschnellen Entscheidungen treffen.
Wie bereits Konfuzius sagte "In der Ruhe liegt die Kraft". Analysieren Sie daher zunächst einmal die Auswirkungen der Corona-Krise auf Ihr E-Business und überlegen Sie in Ruhe, welche Maßnahmen jetzt zu ergreifen sind. Treffen Sie keine vorschnellen Entscheidungen und planen Sie langfristig.

Tipp 2:

Personal schützen und Bürotätigkeiten ins Home-Office verlagern.
Meetings und Calls lassen sich dank der Digitalisierung problemlos per Video-Konferenz durchführen. Wir empfehlen Ihnen Kollaborations-Tools wie Microsoft Teams oder Slack zu nutzen, um auch weiterhin mit Kollegen, Partnern und Kunden in engem Kontakt zu bleiben. Übrigens: Aufgrund der aktuellen Lage können Sie die Premium-Version von Microsoft Teams bis 2021 kostenfrei nutzen!

Tipp 3:

Erstellen Sie einen Fahrplan für die nächsten Wochen.
Priorisieren Sie Ihre Aufgaben und teilen Sie Ihren Mitarbeitern Ihren Alternativplan mit. Sprechen Sie mit Lieferanten über mögliche Herausforderungen und wie sich diese lösen lassen.

Tipp 4:

Die Corona-Krise als Chance – passen Sie Ihr E-Business den aktuellen Umständen an.
Laut einer Studie des IFH wird COVID-19 möglicherweise zum Treiber eines neuen Einkaufsverhaltens. Denn um den stationären Handel zu meiden, kaufen immer mehr Konsumenten bewusst online ein. Falls Sie momentan also nicht zu den glücklichen Toilettenpapier-, Nudel- und Desinfektionsmittel-Händlern gehören, könnte es sinnvoll sein, Ihr Sortiment sowie Ihre Marketing-Maßnahmen den Herausforderungen der Krise anzupassen. So soll sich beispielsweise der Onlineumsatz mit Lebensmitteln in Deutschland bis 2030 mindestens verfünffachen (Quelle: Welt.de).

Fazit

Bewahren Sie einen kühlen Kopf und informieren Sie Ihre Kunden schnellstmöglich über den Lieferverzug. Nicht verfügbare Artikel sollten nicht mehr angeboten werden, da die angegebenen Lieferzeiten im Onlineshop für den Händler bindend sind und auch nicht vage oder für einen zu langen Zeitraum (4-6 Wochen) angegeben werden dürfen. Gerne erstellen wir ein Web-Banner für die Startseite Ihres Shops, welches Ihre Kunden darüber informiert, dass Artikel aufgrund der Corona Pandemie derzeit nicht verfügbar sind, generell aber noch vertrieben werden. Kontaktieren Sie uns unter +49 711 - 234 317-0 oder schreiben sie uns.

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