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Nachhaltigkeit im E-Commerce
25-09-2019 12:30
von Vivien Buechele
(Kommentare: 0)
Nachhaltigkeit
© Pexels

Nachhaltigkeit im E-Commerce

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Das Wort „Nachhaltigkeit“ hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Der aus der Forstwirtschaft stammende Begriff umfasst heutzutage jedoch weitaus mehr als noch vor einigen Jahren. Verantwortungsgefühl und Wichtigkeit schwingen als Schlagworte beim Thema Nachhaltigkeit als eine Art Begleiterscheinung mit. Doch die Umsetzung konkreter Maßnahmen, die zur Aufrechterhaltung oder gar Herstellung eines ökologischen Gleichgewichts beitragen, sind noch zu rar gesät. Insbesondere Unternehmen, die großen Einfluss auf die Umwelt haben, fällt es schwer, im Sinne der Nachhaltigkeit zu handeln. Dazu zählt neben dem klassischen stationären Einzelhandel auch der E-Commerce.

Denn so viele Vorteile der Onlinehandel mit sich bringt - die Auswirkungen des Booms auf unsere Umwelt dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Die steigende Anzahl an Retouren, das erhöhte Aufkommen von Versanddienstleistern im Straßenverkehr und nicht zuletzt der steigende Abfall aus Versandverpackungen fallen unserer Umwelt zur Last. Lesen Sie hier, wie Sie mit Nachhaltigkeit im E-Commerce nicht nur der Umwelt, sondern auch Ihrem Unternehmen etwas Gutes tun.

 

Was ist Nachhaltigkeit?

Das Ziel der nachhaltigen Forstwirtschaft besteht darin, nur so viele Bäume zu fällen, wie auch wieder nachwachsen können, um einen Schwund zu vermeiden. Heutzutage umfasst der Begriff Nachhaltigkeit jedoch nicht nur ökologische Ziele, sondern auch ökonomische sowie gesellschaftliche. Der Grundgedanke besteht darin, etwas zu schaffen, das auf längere Sicht Bestand hat und somit Achtsamkeit im Umgang mit den vorhandenen Ressourcen gebietet.

 

Nachhaltigkeit für das Unternehmensimage

Der Trend für die Zukunft geht eindeutig in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltschutz. So ist der ökologische Hintergrund von Produkten und Unternehmen ein immer stärker gewichtetes Argument bei Kaufentscheidungen von Konsumenten.

Laut einer Studie von Ernst & Young zum Thema „Nachhaltige Unternehmensführung“ treffen Konsumenten immer öfter Kaufentscheidungen abhängig von ökologischen Aspekten. Bereits 80% der Befragten gaben an, dass für sie eine nachhaltige Unternehmensführung enorm wichtig sei.1

 

Nachhaltigkeit und E-Commerce gehen somit Hand in Hand. Denn heutzutage findet ein beachtlicher Anteil des Handels ausschließlich im Internet statt. Auch die Kommunikation über das Internet hat sich in den letzten Jahre intensiviert.  Onlinehändler, die ökologisch nachhaltige Wege einschlagen, profitieren von einem positiven Unternehmensimage. Durch die intensive Online-Kommunikation und das gleichermaßen intensive Onlineshopping, spricht es sich unter Konsumenten rasch herum, welche Unternehmen im E-Commerce  auf Nachhaltigkeit setzen. Dieses Argument ist für viele ein ausschlaggebendes Kriterium. Somit kann eine nachhaltige Unternehmensstrategie durchaus auch als Verkaufs- bzw. imageförderndes Argument im Rahmen des Eigenmarketings genutzt werden.

Hierbei ist jedoch Transparenz das Stichwort. Denn so schnell sich ein grünes Unternehmenskonzept positiv auf die Verkaufszahlen auswirken kann, so kann es ebenso schnell ins Gegenteil umschlagen.

Daher ist es wichtig, dass die beworbenen neo-ökologischen Themen nachweisbar sind. Nichts schadet einem Unternehmen in der Zeit von Social-Media so sehr wie ein „Shit-Storm“, der sich seinen Weg in Windeseile durchs Internet und allen voran durch die Sozialen Medien bahnt. Deshalb sollten Sie Nachhaltigkeitsthemen offen und ehrlich kommunizieren und auch nur tatsächliche Erfolge präsentieren. Hierfür können aussagekräftige und glaubwürdige Zertifikate genutzt werden, wie beispielsweise das Fair-Trade-Siegel.

 

Greenwashing

Mit nachhaltigen Aspekten zu werben kann ab und an einer Gratwanderung gleichen. Zu viel des Guten kann leicht ins Negative umschlagen, zu wenig kann eine nicht genutzte Chance im Marketing bedeuten.
Leider nutzen manche Unternehmen den Nachhaltigkeitstrend im E-Commerce aus. Sie werben mit scheinbaren Tatsachen, um sich als besonders nachhaltig darzustellen. In Wirklichkeit wird der Schein erweckt, für Nachhaltigkeit einzustehen, obwohl dem nicht so ist. Dieses Phänomen wird Greenwashing genannt. Oftmals werden erfundene Zertifikate genutzt, um das Unternehmensimage aufzupolieren. Dieses Verhalten ist zwar nicht illegal, kann jedoch zu erheblichen Imageschäden am Unternehmen führen, wenn die Täuschung auffällt. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, nur Tatsachen preiszugeben, die belegbar sind.

 

Umsatzförderung mit Nachhaltigkeit

Neben der Neukundengewinnung können durch konsequentes und nachhaltiges Wirtschaften im E-Commerce Geld und Ressourcen eingespart werden. Unter den Begriff Nachhaltigkeit fällt beispielsweise auch das Arbeitsklima und die Arbeitsumstände für Mitarbeiter. Ein gutes Betriebsklima und eine Arbeitsumgebung, in der sich die Mitarbeiter wohlfühlen, tragen nachweislich zu einer höheren Effizienz am Arbeitsplatz bei. Nachhaltigkeit bedeutet indes auch, Mitarbeiter langfristig im Unternehmen zu halten. Denn Erfahrung und Expertise sorgen für einen reibungslosen und effizienten Arbeitsablauf, der im Umkehrschluss Ihrem Unternehmen zu Gute kommt. Für einen fairen Umgang mit Mitarbeitern sind diese Tipps hilfreich:

  • Geben Sie als Führungskraft regelmäßig konstruktives Feedback
  • Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, offen Kritik zu äußern
  • Fördern Sie Teamwork mit Teambuilding-Maßnahmen
  • Seien Sie Ihren Mitarbeitern gegenüber transparent

Nachhaltigkeit im E-Commerce sollte nicht nur als Verkaufsargument für die Kunden genutzt werden, sondern durch Selbstreflexion auch dazu beitragen, die eigenen Kosten zu senken. Der Modehändler Breuninger bietet seinen Kunden beim Online-Checkout eine sogenannte Umweltoption an. Mit dieser Auswahl wird die Ware in einer bereits benutzten Verpackung geliefert. Dies ist beispielsweise eine Chance, dem Kunden das eigene nachhaltige Handeln zu präsentieren. Gleichzeitig werden die Kunden auf freiwilliger und anonymer Basis miteinbezogen und tragen durch Ihre Wahl dazu bei, Kosten für die Beschaffung neuer Verpackungen einzusparen.

 

Fazit

Nachhaltigkeit im E-Commerce ist eine vielversprechende Aussicht darauf, was den Onlinehandel in den nächsten Jahren deutlich prägen wird. Wichtig hierbei ist, auf diesen Wandel kreativ und frühzeitig zu reagieren. Unternehmen, die sich langfristig und ehrlich mit dem Thema Nachhaltigkeit im E-Commerce auseinandersetzen, werden nicht nur weiterhin bestehen, sondern haben die Möglichkeit einhergehend mit diesem Trend zu wachsen.

Gerne beraten wir Sie in einem unverbindlichen Beratungsgespräch zum Thema Nachhaltigkeit im E-Commerce. Kontaktieren Sie uns unter +49 711 - 234 317-0 oder schreiben Sie uns.

 

1Quelle: Ernst & Young Nachhaltige Unternehmensführung – Lage und aktuelle Entwicklungen im Mittelstand

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