Mailchimp vs Sendinblue
22-03-2021 12:09
von Franziska Just
Shopware Plugins
© Envato Elements

Newsletter Tool Vergleich – Warum haben wir uns für Sendinblue entschieden!

Wie vermutlich einige von Ihnen wissen, haben auch wir uns vor einigen Monaten dabei die Frage gestellt, welche Software die beste für den Versand von Newslettern ist. Welche entspricht den Vorgaben der DSGVO? Ist unser bisheriges Tool rechtsicher? Oder gibt es eine bessere und sichere Alternative? Diese Fragen und mehr beantworten wir in unserem Blogbeitrag und berichten Ihnen über unser Auswahlverfahren.

Mit der DSGVO 2018 sind Anforderungen für Unternehmen aus Rechtssicht enorm gestiegen. Deshalb war es für uns von höchster Priorität, dass wir im Umgang und in der Speicherung von Daten DSGVO-konform handeln. So haben wir uns vor einigen Monaten auf die Suche nach einem Newsletter Tool gemacht, welches den Serverstandort in Europa oder gar in Deutschland hat, sodass das Datenschutzrecht von Deutschland bzw. Europa greift. Ein weiterer Grund für den Wechsel zu einem neuen Tool, stellte der Preis dar. Denn während unserer Recherche nach einem neuen Anbieter, haben wir bemerkt, dass Sendinblue ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat, da die Preise sich nicht auf Kontakt-Anzahl begrenzen, sondern auf die Anzahl der verschickten E-Mails. 

Inhalt:

  • Was ist E-Mail-Marketing?
  • Erklärung der Begrifflichkeiten
  • Worauf haben wir geachtet, als wir uns für ein Newsletter-Tool entscheiden haben?
  • Sendinblue vs Mailchimp – Newsletter Tool Vergleich
    • Datenschutzterklärung
    • Preise
    • Kampagnen Arten
    • Segmentierung
    • Zustellbarkeit
    • Editor Drag & Drop
    • Marketingautomatisierung
    • Schnittstellen 
  • Fazit Newsletter Tool Vergleich

Was ist E-Mail-Marketing?

E-Mail-Marketing lässt sich innerhalb des Online-Marketings in das Direktmarketing einordnen, welches Werbemaßnahmen bezeichnet, die Kunden explizit ansprechen sollen. Das E-Mail-Marketing umfasst dabei Informationen oder Werbebotschaften, die per E-Mail an Kunden oder Interessenten gesendet werden. Damit zählen nicht nur Newsletter-Mails zum E-Mail-Marketing, sondern beispielsweise auch Willkommensmails oder Geburtstagsmails.

Mit E-Mail-Marketing verfolgen Unternehmen oft unterschiedliche Ziele, weshalb eine Marketingstrategie individuell aufgebaut sein muss. Folgende Ziele gelten beispielsweise als übergeordnet:

  • Branding
  • Produktverkauf
  • Information
  • Service
  • Kundenbindung
  • Neukundengewinnung

 Ein besonders großer Vorteil der das E-Mail-Marketing bietet, ist die hohe Messbarkeit der angestrebten Ziele. Denn die Maßnahmen lassen sich bei den meisten Newsletter-Tools dank detaillierter Analysemöglichkeiten simpel überprüfen. Welche das sind, erfahren Sie im folgenden Kapitel.

In diesem Blogbeitrag erfahren Sie mehr über die Vorteile und Trends im E-Mail-Marketing.  

Erklärung der Begrifflichkeiten

E-Mail-Marketing ist leider nicht allein damit getan, eine E-Mail an die gesamte Adressliste zu versenden. Denn E-Mail-Marketing benötigt viel mehr, um nicht einfach im Spam-Ordner der Adressaten zu landen oder ungeöffnet gelöscht zu werden. Hierbei kommen verschiedene Begriffe zur Strategie, Messbarkeit und Optimierung ins Spiel, welche im Folgenden näher beschrieben werden.

Zustellbarkeit

Die Zustellrate gibt im E-Mail-Marketing an, wie viele E-Mails von einem Server/einem System ausgehend in die adressierten Postfächer tatsächlich zugestellt werden und damit wirklich beim Adressat ankommen. Die Zustellrate wird immer prozentual angegeben und sollte idealerweise immer über 95 Prozent liegen.

Ursachen für nicht zugestellte E-Mails können ganz unterschiedlicher Natur sein. Das kann zum einen seitens des Newsletter-Tools ein technisch schlechtes Set-Up betreffen. Zum anderen sind Sie jedoch auch selbst Ihres eigenen Glückes Schmied! Formulieren Sie treffende und spannende Betreffe und überzeugen Sie Ihre Kunden damit bereits in den ersten Sekunden, die E-Mail nicht in den Papierkorb zu verschieben. Auch die Qualität Ihrer Kontaktlisten können Sie selbst in die Hand nehmen, in dem Sie diese regelmäßig aussortieren und pflegen. Denn eine große Adressliste bringt nur dann einen Vorteil, wenn die E-Mails auch gelesen werden.

Bounces

Auch die Bounce-Rate erlaubt eine Einschätzung der Qualität Ihrer Kontakte. So wird eine E-Mail die versendet wird, jedoch nicht zugestellt wurde, als Bounce bewertet. Je höher also die Bounce-Rate ist, desto schlechter die Qualität der Adressliste. Wenn eine E-Mail aufgrund einer Abwesenheitsnotiz oder eines überfüllten Postfaches des Empfängers nicht zugestellt wird, zählt diese als Softbounce. Der Begriff Hardbounce wird verwendet, wenn eine E-Mail dauerhaft nicht zugestellt werden kann, z.B. wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlassen hat.

Öffnungsrate und Klickrate

Die Öffnungsrate und die Klickrate beschreiben im E-Mail-Marketing wichtige Kennzahlen zur Erfolgsmessung und werden in Prozent angegeben. Die Öffnungsrate beschreibt, wie viele Newsletter der Kampagne von den Adressaten geöffnet wurden. Die Klickrate dagegen bezeichnet das Verhältnis der geöffneten Newslettern zu den getätigten Klicks auf Elemente innerhalb des Newsletters (z.B. auf einen Button). Beide Kennzahlen können sich entweder auf die einzelnen Öffnungen/Klicks beziehen (= Unique Öffnungen) oder auf die Gesamtheit aller Öffnungen/Klicks, welche auch Mehrfachöffnungen und -klicks mit einberechnen (= Totale Öffnungen).

Zusammenfasst drückt die Öffnungsrate somit das allgemeine Interesse an einem Newsletter aus, die Klickrate die Interaktion mit den Inhalten.

Worauf haben wir geachtet, als wir uns für ein Newsletter-Tool entscheiden haben?

Verschiedene Kriterien zur Auswahl unseres Newsletter-Tools haben letztlich zu einer fundierten Entscheidung beigetragen:

DSGVO-Konform und Serverstandort

Allgemein bezeichnet DSGVO eine Reihe von EU-Gesetzen zum Schutz personenbezogener Daten, welche seit 2018 greifen. Die Einwilligung der Adressaten zum E-Mail-Marketing ist dabei das Wichtigste und muss in Form der Double-Opt-In-Methode erfolgen. Das Double-Opt-In-Verfahren bedeutet, dass nach dem Anklicken eines Kästchens für die Zusendung des Newsletters zuerst eine E-Mail mit einem Bestätigungslink versendet werden muss. Erst wenn auch der Bestätigungslink angeklickt wurde, dürfen die Daten in die Adressliste aufgenommen werden. Um DSGVO-konform agieren zu können und eine rechtssichere Anwendung zu garantieren, war es für uns von oberster Priorität, einen Newsletter-Anbieter zu finden, welcher seine Server in Europa oder Deutschland verortet hat.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Ein weiteres Kriterium für die Auswahl eines geeigneten Newsletter-Tools stellte ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis dar. Ein für unsere Anforderungen angemessenes Preismodell berechnet sich auf die Anzahl der verschickten E-Mails.

Editor Drag & Drop

Eine funktionsbezogene Anforderung, die wir an unser neues Newsletter-Tool stellten, ist die Funktion „Editor Drag & Drop.“ Diese ermöglicht es, Inhalte direkt in der Vorlage zu bearbeiten. Hierzu gehören neben dem reinen Content auch Links, Buttons und Personalisierungsmöglichkeiten. Mit der Editor Draf & Drop-Funktion können Kampagnen schnell und effizient aufgestellt und versendet werden.

Auswahl Kriterien für einen Newsletter Vergleich
© Envato Elements

Kampagnen-Arten

Das neue Newsletter-Tool sollte neben einfachen Newslettern verschiedene E-Mail-Typen unterstützen, wie Autoresponder und A/B-Tests.

Automatisierungsmöglichkeiten

Marketingautomatisierung in Form von eigenen Regeln und Bedingungen ist ein wichtiges Kriterium, um zielgerichtete Kampagnen an unsere Kunden versenden zu können.

Segmentierung

Die Möglichkeit zur Segmentierung ist im E-Mail-Marketing ein wichtiges Kriterium. Unternehmen ist es mithilfe von Empfängersegmentierung möglich, Empfänger individuell und persönlich anzusprechen und damit eine hohe Qualität der Inhalte sicherzustellen.

Support

Ein umfassender Support-Service in deutscher Sprache sowie eine breite Wissensdatenbank sind empfehlenswerte Kriterien zur Auswahl eines Newsletter-Tools, um Probleme und Fragen schnell und unkompliziert lösen zu können.

Nachdem wir unsere detaillierte Recherche zu verschiedenen Newsletter-Tools abgeschlossen hatten, fiel die Entscheidung: Wir wechseln von unserem aktuellen Newsletter-Tool Mailchimp zu dem Tool Sendinblue. Warum? Das erfahren Sie im Newsletter Tool Vergleich im folgenden Kapitel.

Sendinblue vs. Mailchimp – Newsletter Tool Vergleich

Die cloudbasierte Marketing-Plattform Mailchimp wurde bereits im Jahr 2001 gegründet und hat seinen Sitz in den Vereinigten Staaten. Mailchimp stellt seit Jahren eines der beliebtesten Newsletter-Tools auf dem Markt dar, um E-Mails automatisiert an einer große Anzahl von Kontakten zu versenden. Auch das Tool Sendinblue ist eine cloudbasierte Marketing- und Kommunikationssoftware, welche im Jahr 2007 gegründet und 2012 gelauncht wurde. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Frankreich und fokussierte sich in der Vergangenheit insbesondere auf Transaktions-E-Mails. Doch inzwischen hat Sendinblue nicht nur den Anbieter Newsletter2Go übernommen, sondern verfügt auch über einen eigenen Newsletter-Editor, der zu überzeugen scheint.

Der nachstehende Newsletter Tool Vergleich soll Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Unterschiede der beiden Tools geben:

  Mailchimp Sendinblue
Datenschutzerklärung Bestandteil der Standard Terms of Use Vertrag DPA (Data Processing Agreement)
Serverstandort USA Innerhalb der EU und Deutschland
Preis 4 verschiedene Modelle:

• Kostenlos bei bis
zu 2.000 Kontakten

• Essentials für
9.99$/Monat bei bis
zu 50.000 Kontakten

• Standard für 14.99$/Monat
bei bis zu 100.000 Kontakten

• Premium für 299$/Monat für
über 200.000 Kontakte
inkl. zahlreiche weitere Funktionen
4 verschiedene Modelle:

• Kostenlos bei bis zu
300 E-Mails/Tag

• Lite für 19€/ Monat
und ohne Tageslimit

• Premium für 49€/Monat
mit zahlreichen
Marketingfunktionen,
wie z.B. Facebook-Ads
und Landingpages

• Enterprise auf Anfrage
Kampagnenarten A/B Test der
Betreffzeile und Inhalt
A/B Test der
Betreffzeile und Inhalt
Segmentierung Zahlreiche Segmentierungsbedinungen:
Abonnentendaten, Zielgruppenfelder,
Verhalten, etc.
Zahlreiche Listen und
Filtermöglichkeiten zur Segmentierung,
wie Attribute, Datum, Kontakte, etc.
Zustellbarkeit Probleme mit Spams sind bekannt Auf Zustellbarkeit ausgerichtete
E-Mail-Marketingplattform
u. A. durch aktiv betriebene SMTP-Server
Editor Drag & Drop Text kann nicht direkt
in der Vorlage bearbeiten werden
Text, Links, Personalisierungsblöcke
können direkt in der Vorlage bearbeitet werden
Marketinautomatisierung Automatisierte Versandmöglichkeiten,
beispielsweise nach Uhrzeit
oder E-Commerce-Verhalten
Automatisierte E-Mails basierend
auf eigenen Regeln/Bedingungen,
Website-Verhalten etc.
Schnittstellen Verschiedene Möglichkeiten
zur Schnittstellenintegration
beispielsweise an Social Media Kanäle
oder Shopsysteme
Große Anzahl an PlugIns vorhanden,
z.B. zu Shopware, Wordpress
oder Outlook
Support Ausschließlich englischer Support Deutscher Support

 

Fazit Newsletter Tool Vergleich

Welches Tool nun das richtige für Ihr Unternehmen ist, müssen Sie individuell abhängig von Ihren Anforderungen entscheiden. Wir als E-Commerce-Agentur haben uns dazu entschieden, von Mailchimp auf Sendinblue zu wechseln. Neben einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis sowie den individuellen Automatisierungsmöglichkeiten überwiegen für uns insbesondere die Gründe Serverstandorte in der EU sowie deutscher Support.

Als langjährige erfahrene E-Commerce-Agentur wissen wir, worauf es im Onlinehandel ankommt und wie Sie Kunden langfristig an Ihr Unternehmen binden können. Gerne unterstützen wir Sie im E-Mail-Marketing – sowohl bei der Erstellung und dem Versand von Newslettern, als auch bei der Gewinnung von Newsletter-Abonnenten. In unserem Blogbeitrag zum Thema Newsletter-Abonnenten gewinnen, können Sie hierzu bereits zahlreiche Tipps erhalten.

Haben Sie Fragen zum Thema? Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf oder hinterlassen Sie einen Kommentar.

Zurück