Whitepapers im Content Marketing
28-10-2020 10:08
von Paola Hernandez
Whitepapers
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Whitepapers als Content Marketing Instrument: Mehr Informationen und weniger Werbung!

Whitepapers zählen zu einer der erfolgreichsten Maßnahmen im Content-Marketing, da durch diese sich ein Unternehmen als Experte in einem bestimmten Fachgebiet positionieren kann. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Verbesserung im Google Ranking. Laut der Content Marketing Trendstudie 2020 findet das Whitepaper als Online-Maßnahme mehr im B2B als im B2C Verwendung. Der Download eines Whitepapers wird hier als Erfolgsmessung bei der Neukundengewinnung eingesetzt. In dem folgenden Beitrag geben wir Ihnen einen Überblick, über die Bedeutung des Whitepapers und welchen Mehrwert dieses für Ihre Content Marketing Strategie bieten kann.

Whitepaper: Eine kurze Definition

Das Whitepaper ist ein Instrument der Unternehmenskommunikationspolitik, das insbesondere im Bereich Public Relations verwendet wird. Es zählt zu den objektiven Instrumenten, die eine Zielgruppe über ein bestimmtes Thema informieren. So werden Erklärungen, Lösungen oder Strategien aus Sicht eines Unternehmens gegeben. Sie bieten Kunden wertvolle Informationen über einen bestimmten Prozess und helfen diesen, letztendlich wertvolle Entscheidungen zu treffen. Es ist wichtig zu betonen, dass ein Whitepaper für Qualität und nicht für Quantität steht, sowie für Informationen und nicht für Werbung.

Wodurch zeichnen sich Whitepapers aus?

Ein Whitepaper wird als PDF in einer digitalen Form angeboten. Es wird auf der eigenen Website eines Unternehmens veröffentlicht und enthält zwischen 10-30 Seiten. Whitepapers sollten ein bestimmtes Bedürfnis des Users erfüllen. Durch hochwertigen Content wird dies ermöglicht. Das heißt, dass es vertrauliche Quellen, sowie sachliche und fachliche Informationen bereitstellen sollte. Letztendlich werden Themen wie Studienergebnisse, Case Studies oder Produktbeschreibungen verfasst.

Ziele: Kundenbindung und Leadgenerierung

Durch Whitepapers können unterschiedliche Ziele erreicht werden. Zum Beispiel können bestimmte Zielgruppen eine Verbindung zu der Marke aufbauen oder auch Leads generiert werden. Durch sie wird nicht nur die fachliche Kompetenz eines Unternehmens gezeigt, sondern User können auch proaktiv mit einem Unternehmen in Kontakt treten.

Arten von Whitepapers

Bevor Sie ein Whitepaper aufsetzen, sollten Sie überlegen, welches Whitepaper zu Ihrer Zielgruppe am besten passt. Es gibt drei verschiedene Arten von Whitepapers. Das erste ist ein technisches Whitepaper, welches auf technische Fakten und eine detaillierte Beschreibung von Prozessen oder Produkten basiert. Somit werden Fachexperten eines bestimmten Gebietes, wie Ingenieure erreicht. Eine weitere Möglichkeit ist ein lösungsorientiertes Whitepaper zu verfassen, das Lösungen für Entscheider eines Unternehmens, wie Geschäftsführer, zur Verfügung stellt. Es stellt eine Planungs- bzw. Entscheidungshilfe dar. Die letzte Option ist ein strategisches Whitepaper, welches strategische Entscheidungen bzw. Veränderungen eines bestimmten Themas kommuniziert, damit die Öffentlichkeit eine gewisse Situation besser nachvollziehen kann.

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Struktur eines Whitepapers

Wenn Sie sich schon für eine Art Whitepaper entschieden haben, können Sie sich Gedanken machen, wie Sie Ihr Whitepaper verfassen möchten. Hier geben wir Ihnen ein Beispiel, wie Sie ein vielversprechendes Whitepaper zu Papier bringen können.

  1. Titelblatt: Gestalten Sie ein aussagekräftiges Titelblatt, um den User zum Lesen zu motivieren. Tipp: Benutzen Sie nicht nur Text! Bilder und Grafiken erregen auch die Aufmerksamkeit!
  2. Executive Summary: Fassen Sie kurz die Kernaussagen sowie die wichtigsten Erkenntnisse zusammen. Somit erhält der Leser einen Überblick über den Inhalt.
  3. Einleitung: Erklären Sie das Thema und stellen Sie klar, welchen Mehrwert es für den User gibt. Also überlegen Sie sich, warum der Leser das Whitepaper weiterlesen sollte.
  4. Problemlösung: Beschreiben Sie Herausforderungen bzw. Probleme sowie Lösungen, welche mit Argumenten untermauert werden sollten. Vergessen Sie nicht zu erwähnen, wie Sie diese Herausforderungen bewältigt haben.
  5. Schlussteil: Fassen Sie kurz die Ergebnisse zusammen, beantworten Sie die noch offenen Fragen und geben dem Leser einen kurzen Hinweis über Ihr Unternehmen und weitere Services oder Produkte. Motivieren Sie den Leser Sie zu kontaktieren!

Schreiben Sie nicht nur Ihre Erfolge, sondern lassen Sie den User auch wissen, dass Sie Schwierigkeiten während des Prozesses hatten. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern das Gegenteil! Zeigen Sie den Kunden, dass Sie in der Lage sind Herausforderungen zu meistern. Tipp: Integrieren Sie die Storytelling-Methode, um Ihr Whitepaper noch interessanter zu machen!

Vor- und Nachteile von Whitepapers

Whitepapers lassen sich als Teil einer Online-Content-Marketing-Strategie gut integrieren. Es ist eine andere Form, um Kunden zu gewinnen und zu binden. Unternehmen sollten sich nicht nur auf Werbeinhalte- oder Anzeigen fokussieren, sondern auch auf informativen Content. Letztendlich sind die User im Internet, da diese Informationen über ein bestimmtes Thema oder Produkt benötigen. Hier fassen wir kurz die Vor- und Nachteile der Erstellung von Whitepapers zusammen.

Vorteile von Whitepapers

Durch Whitepapers kann das Ranking bei Google verbessert werden, da relevanter- , gut lesbarer und unique Content dargestellt wird und die Generierung von Backlinks, was eine hohe Traffic-Qualität bedeutet, ausgebaut werden kann.

Darüber hinaus kann eine hohe Reichweite erreicht werden, da Whitepapers in Google, Webseiten sowie in Sozialen Netzwerken veröffentlicht werden. Dies führt zur Leadgenerierung, da Kunden eine qualitativ hochwertige und kostenlose Information bekommen. Dafür sollten Sie Ihre Kontaktdaten hinterlassen. Außerdem kann der User nach dem Lesen des Whitepapers das Unternehmen kontaktieren, da er nützliche Informationen für seine Probleme erhalten hat. Letztendlich lassen sich Unternehmen als Experten positionieren, was die Glaubwürdigkeit des Unternehmens steigert.

Nachteile

Whitepapers bedeuten nicht nur Kundengewinnung oder die Verbesserungen im Google Ranking, sondern auch viel Zeitaufwand, da solche informativen Texte nicht nur ein Marketing- oder Kommunikationsexperte benötigt, sondern auch technische Fachexperten, die sich mit dem Prozess, Produkt oder Thema gut auskennen. Whitepapers sind Informationen, die unterschiedliche Abteilungen eines Unternehmens benötigen, um bestimmte Inhalte klar und verständlich zu vermitteln.

Fazit

Obwohl Whitepapers einen großen Zeitaufwand bedeuten, lohnt es sich diese Zeit zu investieren. Dadurch können Sie Ihr Unternehmen als Experte auf einem Gebiet positionieren und neue Leads generieren.

Haben Sie Fragen zum Thema „Content Marketing“ oder benötigen unsere Unterstützung bei Ihrer Online Marketing Strategie? Nehmen Sie hier Kontakt mit uns auf.

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