Google Analytics
26-06-2020 11:17
von Moritz Boeck
Google Analytics
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Richtiger Einsatz von Google Analytics im E-Commerce

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Monitoring ist das A und O im E-Commerce. Wie Sie das Tracking Ihres Onlineshops richtig aufbauen, Ihre Zahlen auswerten und richtig interpretieren, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Was ist Google Analytics?

Mit Google Analytics können Sie sämtliche Aktionen, die von Besuchern in Ihrem Onlineshop ausgeführt werden, analysieren sowie Rückschlüsse auf das Besucherverhalten ableiten. Darunter zählen z. B. die Verweildauer auf bestimmten Seiten, über welche Quellen/Kampagnen Ihre Besucher gekommen sind oder - die wichtigste Kennzahl für E-Commerce-Unternehmen - Berichte über Umsatzzahlen. Die Zielgruppe Ihres Onlineshops können Sie u. a. nach geografischer Herkunft, demografischen Merkmalen oder Verhaltensweisen genauer analysieren.

 

Wer sollte mit Analytics tracken?

Insbesondere für E-Commerce-Unternehmen bietet das Tracking über Google Analytics Vorteile, die nicht ungenutzt bleiben sollten. Für jedes E-Commerce-Unternehmen stellt der Umsatz die wichtigste Kennzahl zur Messung des Erfolgs dar. Mithilfe der richtigen Implementierung erfahren Sie Näheres über den getätigten Umsatz, die erzielten Transaktionen oder welche Produkte und Produktgruppen für den Umsatz zuständig gewesen sind. Google Analytics bietet sehr viele Filtermöglichkeiten zur genauen Analyse auf allen Einstellungsebenen. So könne Sie auswerten, ob eine bestimmte Werbeaktion erfolgreich war und das gesetzte Umsatzziel durch diese Kampagne erreicht worden ist. Weiter können Sie analysieren, wie viele Kunden etwas in den Warenkorb legen, jedoch keine Transaktion ausführen oder sehen die prozentuale Anzahl der Nutzer, die den Bestellvorgang an einer bestimmten Stelle abbrechen.

 

Vorteile und Nachteile von Google Analytics

Nachfolgend erhalten Sie einen schnellen Überblick über die Vor- und Nachteile, die der Einsatz von Google Analytics mit sich bringt.

Vorteile

  • Anbindung unterschiedlicher Systeme (Google Ads, Soziale Netzwerke etc.).
  • Genaue Klickmessung sämtlicher Bereiche des Webshops und externer Links.
  • In der Standard-Version kostenlos.
  • Führendes Tool für die Tracking-Analyse.
  • Selbsterklärende, vorgefertigte Bausteine für die Standard-Auswertungen.

Nachteile

  • Viele Punkte, die beachtet werden müssen, um das Tool datenschutzkonform einsetzen zu können.
  • Data Sampling (Datenzusammenfassung).
  • Begrenzte Anzahl an Daten in der Standardversion. Jedoch für kleine und mittelständische Unternehmen völlig ausreichend.

 

Implementierung im Webshop

Die richtige Implementierung ist der erste Schritt für ein erfolgreiches Conversion-Tracking.

Melden Sie sich hierfür unter Ihrem Google-Konto an. Danach gehen Sie unter „Verwaltung“ auf das Feld „Neues Konto“. Da Sie Ihre Website-Aktivitäten erfassen wollen, lassen Sie diesen Reiter ausgewählt. Anschließend geben Sie die URL, Branche, Name und die Zeitzone Ihrer Website an.

Damit Ihr Webshop getrackt werden kann, ist es entscheidend, den Tracking-Code in Ihre Website zu integrieren. Diesen finden Sie unter „Verwaltung“ → „Property erstellen“ → „Tracking Informationen“ → „Tracking Code“. Der Code muss in den Header-Bereich jeder zu trackenden Seite eingebaut werden. Um Google Analytics datenschutzkonform einzubinden, sollten Sie durch Ihre IT die Anonymisierung der IP-Adresserfassung aktivieren lassen. Außerdem müssen Sie in Form eines Opt-Out Ergänzungen im Quellcode vornehmen, um sicherzugehen, dass User, die nicht getrackt werden wollen, nicht erfasst werden. Wollen Sie Ihre Umsätze, Verkäufe und Warenkörbe tracken ohne Code-Anpassung vorzunehmen, so empfehlen wir die Installation eines passenden PlugIns. Das Enhanced E-Commerce PlugIn für Shopware-Shops bietet sich hier sehr gut an. Für viele Shops stellt der Bereich SEA bzw. Google Shopping eine große Conversion-Quelle dar. Aus diesem Grund sollten Sie Ihr Google Ads-Konto mit Google Analytics unter „Verwaltung“ → „Property“ verknüpfen.

 

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Zielvorhaben

Ziele sind sehr wichtig, um den Erfolg für bestimmte Aktionen messen zu können. Wir empfehlen Ihnen zuerst Ziele zu formulieren und anschließend Ihre Berichte anzupassen.
Unter „Verwaltung“ → „Datenansicht“ → „Zielvorhaben“ können Sie Berichte anlegen, welche über die automatisch angelegten Standard-Berichte hinaus gehen.

Sie haben die Möglichkeit, Ziele wie das Tracking einer bestimmten Seite zu hinterlegen,
die Dauer eines Seitenbesuchs zu erfassen oder Ereignisse wie z. B. den Download eines ganz bestimmten PDFs zu tracken. Bei allen Events lassen sich noch individuelle monetäre Werte für das Zielvorhaben hinterlegen. Im Bereich „Conversions“ können alle angelegten Zielvorhaben eingesehen und kontrolliert werden.

Im Google Analytics Quellcode bedarf es, mit Ausnahme der Ereignis-Zielvorhaben, keiner Anpassung. Bei den Ereignissen müssen Sie hingegen Anpassungen vornehmen. Mithilfe des Google-Tag-Managers können Sie jedoch ganz einfach die Ereignisse anlegen und in Analytics übertragen.

 

Die wichtigsten Analytics-Kennzahlen für den E-Commerce-Bereich

Ist von den E-Commerce-Kennzahlen die Rede, spricht man häufiger von KPIs (Key-Performance-Indicators), die zur Leistungsfähigkeit eines Onlineshops herangezogen werden. Die folgenden Kennzahlen sollten Sie auf jeden Fall im Blick behalten, um Ihre Onlineshop-Aktivitäten zu überwachen:

  • Umsatz, durchschnittlicher Bestellwert und Transaktionen:
    Im Seitenmenü „Conversions“ → „E-Commerce“ werden sämtliche umsatzbezogene Kennzahlen abgebildet.
  • Conversionrate:
    Ebenfalls im Menü „E-Commerce“ finden Sie die Conversionrate, die besagt wieviel Prozent der Shop-Sitzungen (Besucher) letztendlich zu einem Kauf geführt haben.
  • Sitzungsdauer: 
    Im Seitenmenü „Verhalten“ oder „Aquisition“.
  • Seiten pro Sitzung
    Im Seitenmenü „Aquisition“ können Sie Ihre Kampagnen nach Traffic-Quellen eingrenzen. Die Kennzahl verrät Ihnen, ob Ihr Shop zum Verweilen einlädt.
  • Absprungrate (Bounce-Rate):
    Im Seitenmenü „Aquisition“. Wer verlässt den Shop, ohne eine weitere Unterseite besucht zu haben? Bei einer hohen Absprungrate sollten alle Alarmglocken läuten.
  • KUR (Kosten-Umsatz-Relevanz)
    Nutzen Sie bezahlte Kampagnen wie Google Ads, lässt sich im Seitenmenü „Aquisition“ ein Einblick in das Kosten-Umsatz-Verhältnis, das aus Google Ads importiert wird, bekommen.
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Fazit

Setzten Sie sich zu Beginn Ihrer Aktivitäten realistische Ziele, entscheiden Sie was Sie tracken wollen und welche Werte für Sie ein bestimmtes Ziel hat. Vertrauen Sie den Werten, die Google Analytics ausgibt, nicht einfach blind, sondern kontrollieren Sie diese auch mit anderen Systemen. Z. B. mit denen Ihres Waren-Wirtschaft-Systems. So sind Sie auf der sicheren Seite, profitieren von dem Analytics-Tracking und hinterfragen gleichzeitig die gelieferten Analytics-Ergebnisse.

Sie haben Fragen oder benötigen Unterstützung bei dem Einsatz von Google Analytics? Nehmen Sie hier Kontakt mit uns auf.

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